Wir alle lieben es: Shopping. Doch manch einer gibt dafür alles, sogar sein ganzes Hab und Gut. Alles fängt ganz harmlos an. Die eine Bluse im Laden war besonders schick und auch der Preis ganz angemessen. Warum nicht gleich noch eine Zweite oder Dritte kaufen?
Wenn Shoppingtouren zu einem täglichen „Hobby“ werden, spricht man von einer sogenannten Kaufsucht. Der Zwang, ständig etwas kaufen zu müssen und es im Nachhinein nicht einmal aus dem Karton oder der Tüte zu nehmen, ist ein Anzeichen für solch eine Sucht. Sinnlose Dinge zu oftmals hohen Preisen werden gekauft und später nicht mehr angeschaut. Der einzige Sinn für den Käufer besteht darin, so viel zu kaufen wie nur möglich. Dies löst bei dem Kauflustigen Glücksgefühle aus. Dabei werden aber vorhandenes Budget außer Acht gelassen, was zu hohen Verschuldungen führen kann. Die Kaufsucht ist eine Krankheit, die Betroffene meist in Depressionen fallen lässt.
Aber worin besteht denn der Kick beim Shopping?
Einkaufen im Supermarkt, beim nächsten workwearstore die Ecke oder im coolen Shoppingcenter am Bahnhof gibt dem Kunden das Gefühl, sich selbst etwas Gutes zu tun. Glücksgefühle werden dabei freigesetzt und man fühlt sich anerkannt und beachtet, wobei das Selbstwertgefühl erheblich gesteigert wird. Wie bei einer Droge, wird auch hier die Stimmung für kurze Zeit verbessert, weil das Kaufen das Belohnungszentrum im Gehirn ankurbelt.

