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Wie in meinem letzten Post vielleicht schon ansatzweise deutlich wurde, habe ich ein Faible für Trip Hop. Melodisch, sanft, aber niemals leicht, eher düster, so liebe ich Trip Hop.Deswegen heute mal ein bissl Bildung dazu..
Nach Wiki kommt Trip Hop aus der elektronischen Musikrichtung mit Hip Hop-ähnlichen Rhythmen versetzt. Den Begriff Trip Hop hat 1994 der Journalist Andy Pemberton geprägt, als er in der Juniausgabe des MIXMAG-Magazins den neuen Sound aus Bristol als düster, als wäre man auf einem „Trip“, beschrieb. „The Wild Bunch“, ein Künstlerkollektiv aus der Gegend um Bristol, zu welchen Massive Attack und Tricky gehörten, verliehen als erste dem Trip Hop seinentypischen Sound. Kurze Zeit später folgte die Band Portishead, aus der gleichnamigen Stadt rund um Bristol. Massive Attack, Tricky und Portishead sind als die Mütter und Väter des Trip Hops zu sehen. Den ersten Meilenstein legte Massive Attack mit ihrem ersten Album „Blue Lines“, welches selbstverständlich zu meinen Lieblingen gehört. Sicherlich ist der klassische Trip Hop Sound auf diesem Album noch nicht ausgeprägt, aber der erste Schritt wurde getan. Das Lied „Five man army“ kommt dem heutigen Trip Hop sehr nahe, obwohl es noch stark vom Hip Hop geprägt ist. Aber bekanntlich finden Veränderungen, besonders in der Kunst und Musik, eher fließend statt, als plötzlich.
Neben Portishead, Massive Attack und Tricky haben sich mit den Jahren viele neue Bands gegründet, die man dem Trip Hop Genre einordnen kann. Dazu gehören unter anderem: Moloko, Nightmares on Wax, Lamb, Morcheeba, Waldeck, Hooverphonic und noch ein paar andere, die mir nicht so bekannt sind. Das Schöne am Trip Hop ist, dass er sehr unterschiedlich interpretiert werden kann. Einmal eher popig und wild wie bei Moloko, harmonisch gechillt wie bei Nightmares on Wax oder düster und geheimnisvoll wie bei Tricky.
Kennt ihr das? Es gibt so Songs bei denen, egal wie oft man sie schon gehört hat, immer wieder aufs Neue eine Gänsehaut bekommt. Mad about you von der belgischen Band Hooverphonic ist eines dieser Lieder. Schon der erste Takt lässt mein Herz höher und lauter schlagen. Ein Gefühl wie Schmetterlinge im Bauch überkommt mich wenn ich dieses Lied höre.
Auch andere Lieder wie „Desert“ von Emilie Simon sind so wunderschön, dass einem ganz unheimlich komisch wird. Manche werden’s vielleicht etwas kitschig finden.
Hier eine kleine Zusammenstellung meiner „Gänsehaut-Songs“. Besonders im Bereich Trip Hop ist da viel zu finden.
Mad About you – Hooverphonic
Desert – Emilie Simon
Sand River – Beth Gibbons
Tom the model – Beth Gibbons
Only You – Portishead
Und natürlich Paul Potts bei Britain’s got talent… hihi!
Beth Gibbons & Rustin Man – Tom The Model
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