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9th Dezember
2011
written by admin

Verbale Ergüsse der feinsten Sorte, Neologismen, Geschlechterkampf, Sprechattacken, Gehörkonfusion, Redewendungskopfnüsse, Zwerchfellverkrampfungen, Atemnot, Stille, gähnende Langeweile, Lachflashs bis der Arzt kommt, Mitkichern obschon der Witz nicht verstanden wurde und Bravorufe. Ein volles Programm an Spaß, Heiterkeit und Tristesse kann man innerhalb von wenigen Minuten komprimiert miterleben. Ihr glaubt mir nicht? Hier die simple Antwort: Besucht einen Poetry Slam. Ihr wisst nicht, was das ist? Hier die simple Antwort: Redekünstler mit flinker Zunge geben ihre Texte vor Live- Publikum zum Besten und batteln sich mit ihren Mitstreitern um die Ehre als Publikumsliebling. Ihr wisst nicht, wo so etwas stattfindet? Hier die simple Antwort: da du dich schon im Netz befindest, google es einfach!

Mittlerweile finden sogar schon Meisterschaften im Slammen statt. Sowohl bewegend als auch ausartend, können die Dichter gekonnt ihre Zuhörer mitreisen. Meist werden Themen direkt aus dem Leben aufgegriffen und mit knalligem Bonbonpapier rhetorisch verpackt. Man kann eine Achterbahn der Gefühle erleben oder seine Zeit während eines Slams empört mit geöffnetem Mund verbringen. Ganz abhängig von den jeweiligen auftretenden Poeten, fällt natürlich auch die Resonanz der Jubelnden aus. Im Sommer unter freiem Himmel kommt man Vorneherein schon besser in Stimmung. Die Auftritte finden allerdings rund ums Jahr statt.

Wer glaubt, was zu sagen zu haben, der kann sich anmelden und selbst vor einem Mikro stehen. Wer Anfangsschwierigkeiten hat und sich Inspiration holen will, empfehle ich diesen jungen Herren:

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